Björn Steveker
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kim Mirow
Rechtsanwältin

Anwalt Kündigung Wagenfeld – Fachanwalt für Arbeitsrecht an Ihrer Seite

Eine Kündigung trifft viele Arbeitnehmer:innen in Wagenfeld völlig unerwartet – ob im Industriebetrieb, im Handwerk, in der Landwirtschaft oder im Dienstleistungsbereich. Arbeitgeber stehen umgekehrt oft unter wirtschaftlichem Druck und müssen Personal abbauen oder sich von Mitarbeitenden trennen. In beiden Fällen geht es regelmäßig um viel: Arbeitsplatz, wirtschaftliche Existenz, Planungssicherheit und ein faires Miteinander.

Die Kanzlei Steveker & Odebrecht mit Standorten in Sulingen, Bremen und Osnabrück unterstützt Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus Wagenfeld bei allen Fragen rund um Kündigung, Kündigungsschutz und einvernehmliche Lösungen. Einen Überblick über unsere arbeitsrechtliche Ausrichtung finden Sie unter
Arbeitsrecht – Überblick.


1. Kündigung in Wagenfeld: Region, Gerichte und Fristen

Wagenfeld liegt im Süden des Landkreises Diepholz, ist ländlich geprägt und verfügt zugleich über mehrere größere Arbeitgeber – etwa in der Lebensmittelindustrie, Kunststofftechnik, Metallverarbeitung und Textilbranche. Viele Beschäftigte pendeln zusätzlich in die umliegenden Städte Sulingen, Diepholz oder Rahden.

Für Kündigungsschutzsachen aus Wagenfeld ist das Arbeitsgericht Nienburg/Weser zuständig. Berufungen gehen an das Landesarbeitsgericht Niedersachsen in Hannover.

Wichtig für Arbeitnehmer:innen:

  • Gegen eine Kündigung (egal ob ordentlich oder fristlos) muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage erhoben werden – sonst gilt die Kündigung in der Regel als wirksam, selbst wenn sie fehlerhaft war.

  • Diese Frist läuft ab dem Tag, an dem das Kündigungsschreiben in Ihren Machtbereich gelangt (Briefkasten, persönliche Übergabe etc.).

Einen praxisnahen Überblick zum gerichtlichen Verfahren finden Sie im Beitrag
Der Kündigungsschutzprozess vor dem Arbeitsgericht.


2. Typische Kündigungsarten im Raum Wagenfeld

Im Landkreis Diepholz sehen wir in der Praxis vor allem folgende Kündigungsgründe:

2.1 Betriebsbedingte Kündigung

In strukturierten, oft mittelständisch geprägten Betrieben in Wagenfeld – ob Produktion, Logistik oder Lebensmittelverarbeitung – spielen betriebsbedingte Kündigungen eine große Rolle, etwa bei:

  • Umstrukturierungen oder Standortverlagerungen

  • Personalabbau aus wirtschaftlichen Gründen

  • Schließung von Abteilungen oder ganzen Betrieben

Wann eine betriebsbedingte Kündigung wirksam ist und welche Rolle Sozialauswahl, Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten und unternehmerische Entscheidung spielen, erläutern wir ausführlich im Beitrag
Betriebsbedingte Kündigung – Voraussetzungen, Rechtsprechung und Handlungsmöglichkeiten.

2.2 Verhaltensbedingte Kündigung & Abmahnung

Gerade in kleineren Teams führen Konflikte schnell zu verhaltensbedingten Kündigungen – etwa wegen angeblich unzureichender Leistung, Zuspätkommens, Pflichtverletzungen oder Störungen im Betriebsklima.

Wesentliche Punkte:

  • Häufig ist zuvor eine wirksame Abmahnung erforderlich.

  • Nicht jede Kleinigkeit rechtfertigt eine Kündigung.

Mehr dazu in unseren Beiträgen:

2.3 Personenbedingte und krankheitsbedingte Kündigung

In körperlich geprägten Tätigkeiten – etwa in der Produktion oder Logistik – spielen personenbedingte bzw. krankheitsbedingte Kündigungen eine besondere Rolle, z. B. bei längeren Ausfallzeiten oder dauerhaften Leistungseinschränkungen.

Grundlagen dazu finden Sie in:


3. Abfindung und Kündigungsschutz: Welche Chancen bestehen?

Ob in Wagenfeld eine Abfindung gezahlt wird, hängt maßgeblich davon ab,

  • wie angreifbar die Kündigung ist (z. B. Fehler bei Form, Frist, Begründung, Sozialauswahl),

  • wie die wirtschaftliche Situation des Arbeitgebers aussieht und

  • welche Ziele Arbeitnehmer oder Arbeitgeber verfolgen (Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses vs. „saubere Trennung“).

Einen vertieften Einblick geben:

Gerade im Gerichtsbezirk Nienburg werden viele Kündigungsschutzverfahren über einen Vergleich beendet – mit Regelungen zu Beendigungsdatum, Abfindung und Arbeitszeugnis.(Steveker & Odebrecht – Anwaltskanzlei) Wir begleiten Sie dabei von der ersten Einschätzung bis zur Verhandlung vor Gericht.


4. Aufhebungsvertrag statt Kündigung – Chancen und Risiken

Nicht selten wird Beschäftigten in Wagenfeld statt einer Kündigung ein Aufhebungsvertrag angeboten – etwa im Rahmen von Umstrukturierungen oder bei Konflikten im Betrieb.

Vorteile können sein:

  • flexibilisierte Beendigungszeitpunkte,

  • planbarer Übergang zum neuen Job,

  • Möglichkeit, Abfindung und Zeugnis aktiv zu verhandeln.

Allerdings drohen auch Risiken, insbesondere Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld oder steuerlich ungünstige Gestaltungen.

Was Sie unbedingt beachten sollten, haben wir kompakt zusammengestellt in:
Fragen und Antworten zum Aufhebungsvertrag.


5. So unterstützt Sie Steveker & Odebrecht bei Kündigungen in Wagenfeld

Fachanwalt für Arbeitsrecht Björn Steveker lebt selbst im Landkreis Diepholz und vertritt seit vielen Jahren Mandant:innen aus Wagenfeld vor dem Arbeitsgericht Nienburg/Weser und dem Landesarbeitsgericht Niedersachsen.

Unsere Unterstützung umfasst insbesondere:

  • Für Arbeitnehmer:innen in Wagenfeld

  • Für Arbeitgeber in Wagenfeld

    • Gestaltung rechtssicherer Kündigungen (betriebs-, verhaltens- oder personenbedingt)

    • Strukturierung von Betriebsänderungen und Personalabbau

    • Ausarbeitung und Verhandlung von Aufhebungsverträgen

    • Begleitung im gesamten Kündigungsschutzprozess vor dem Arbeitsgericht

Einen speziellen regionalen Überblick finden Sie außerdem auf der Seite
Kündigung in Sulingen und im Landkreis Diepholz – worauf Arbeitgeber und Arbeitnehmer achten sollten.


6. Nächste Schritte: Schnell handeln, strukturiert vorgehen

Ob Sie in Wagenfeld eine Kündigung erhalten haben oder eine Kündigung vorbereiten möchten – Zeit ist der entscheidende Faktor. Die Drei-Wochen-Frist für die Kündigungsschutzklage läuft unerbittlich, und auch strategische Überlegungen (Abfindung, Zeugnis, Anschlussbeschäftigung) benötigen etwas Vorlauf.

So können Sie vorgehen:

  1. Kündigungsschreiben, Arbeitsvertrag, relevante Unterlagen (z. B. Abmahnungen, Lohnabrechnungen) bereitlegen.

  2. Kurz notieren, was passiert ist (Zeitpunkte von Gesprächen, Übergabe der Kündigung etc.).

  3. Frühzeitig Kontakt aufnehmen – telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular:
    Kontakt.

Gemeinsam klären wir, welche Optionen Sie haben und welche Strategie – gerichtliche Auseinandersetzung oder einvernehmliche Lösung – in Ihrer Situation sinnvoll ist.


Wenn Sie arbeitsrechtliche Unterstützung bei einer Kündigung oder weitere Informationen benötigen, stehen wir Ihnen gerne an unseren Standorten in Sulingen, Bremen, Osnabrück oder online zur Verfügung.


FAQ

1. Welche Frist gilt für die Kündigungsschutzklage in Wagenfeld?

Die Frist beträgt drei Wochen ab Zugang der Kündigung. Diese gilt bundesweit und damit auch für Arbeitnehmer:innen in Wagenfeld. Wird sie versäumt, gilt die Kündigung in der Regel als wirksam.

2. Welches Arbeitsgericht ist für Wagenfeld zuständig?

Für Streitigkeiten rund um Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge ist das Arbeitsgericht Nienburg/Weser zuständig. Berufungen gehen an das Landesarbeitsgericht Niedersachsen.

3. Habe ich Anspruch auf eine Abfindung?

Einen generellen Rechtsanspruch gibt es nicht. Häufig wird aber im Rahmen eines Vergleichs vor dem Arbeitsgericht oder bei Verhandlungen eine Abfindung erzielt – abhängig von Fehlern der Kündigung, der betrieblichen Situation und Ihren Zielen.

4. Muss vor einer verhaltensbedingten Kündigung immer eine Abmahnung erfolgen?

Ja, in vielen Fällen ist eine wirksame Abmahnung Voraussetzung. Nur bei besonders schweren Pflichtverletzungen kann darauf verzichtet werden.

5. Ist es sinnvoll, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben?

Das kann sinnvoll sein, birgt jedoch Risiken – insbesondere Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld. Ein Aufhebungsvertrag sollte immer vorher anwaltlich geprüft werden.

6. Wie schnell sollte ich nach Erhalt einer Kündigung handeln?

Am besten sofort. Je früher Sie einen Anwalt einschalten, desto besser können Fristen eingehalten, Fehler aufgedeckt und Verhandlungschancen genutzt werden.