{"id":4185,"date":"2025-06-26T08:15:31","date_gmt":"2025-06-26T08:15:31","guid":{"rendered":"https:\/\/so-anwaelte.de\/?p=4185"},"modified":"2025-06-26T08:17:50","modified_gmt":"2025-06-26T08:17:50","slug":"lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/so-anwaelte.de\/fa\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/","title":{"rendered":"\u0642\u0627\u0646\u0648\u0646 \u0645\u0648\u0646\u06cc\u062e \u06f1: \u0647\u0646\u06af\u0627\u0645 \u062a\u0639\u06cc\u06cc\u0646 \u0627\u0631\u0632\u0634 \u0645\u0648\u0631\u062f \u0627\u062e\u062a\u0644\u0627\u0641 \u062f\u0631 \u0631\u0633\u06cc\u062f\u06af\u06cc\u200c\u0647\u0627\u06cc \u0645\u0642\u062f\u0645\u0627\u062a\u06cc\u060c \u0628\u0627\u06cc\u062f \u0645\u0646\u0627\u0641\u0639 \u0645\u0631\u0628\u0648\u0637 \u0628\u0647 \u0627\u062e\u062a\u0644\u0627\u0641 \u06a9\u0647 \u062f\u0631 \u0646\u0627\u0645\u0647 \u0627\u062e\u0637\u0627\u0631 \u062f\u0631 \u0627\u0628\u062a\u062f\u0627\u06cc \u0631\u0633\u06cc\u062f\u06af\u06cc \u0630\u06a9\u0631 \u0634\u062f\u0647 \u0627\u0633\u062a\u060c \u062f\u0631 \u0646\u0638\u0631 \u06af\u0631\u0641\u062a\u0647 \u0634\u0648\u062f."},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"4185\" class=\"elementor elementor-4185\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ab784e9 e-flex e-con-boxed wpr-particle-no wpr-jarallax-no wpr-parallax-no wpr-sticky-section-no e-con e-parent\" data-id=\"ab784e9\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d1edf2a e-con-full e-flex wpr-particle-no wpr-jarallax-no wpr-parallax-no wpr-sticky-section-no e-con e-child\" data-id=\"d1edf2a\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f6ee455 e-con-full e-flex wpr-particle-no wpr-jarallax-no wpr-parallax-no wpr-sticky-section-no e-con e-child\" data-id=\"f6ee455\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b0cf6f7 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"b0cf6f7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"flex_column av-944gjh-76e227b1968b92e6808971d3a0a57864 av_three_fourth avia-builder-el-0 el_before_av_one_fourth avia-builder-el-first first flex_column_div av-zero-column-padding\"><section class=\"av_textblock_section av-m2envvk5-1054b504b35a33758aa5a49c1c2b202b\"><div class=\"avia_textblock\"><div class=\"post-entry post-entry-type-page post-entry-2058\"><div class=\"entry-content-wrapper clearfix\"><div class=\"flex_column av-1fley-ac3264588a9051f3df353c295167ffa6 av_three_fourth avia-builder-el-0 el_before_av_one_fourth avia-builder-el-first first flex_column_div av-zero-column-padding\"><section class=\"av_textblock_section av-13hrm-f7325b9c1cd8a9d6717b49b8920d3b9a\"><div class=\"avia_textblock\"><ul><li style=\"list-style-type: none;\"><ul><li>1. Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse die Antragstellerin zu Beginn des Verfahrens angegeben hat. Ma\u00dfgeblich sind insoweit die Angaben in der Abmahnung.<\/li><\/ul><\/li><\/ul><ul><li style=\"list-style-type: none;\"><ul><li>2. Sind die in der Abmahnung geltend gemachten Anspr\u00fcche nur teilweise Streitgegenstand des einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahrens (hier: Anspruch aus Geschmacksmusterrechten sowie Folgeanspr\u00fcche auf Auskunft, Rechnungslegung, Vernichtung und Schadensersatz abgemahnt \u2013 rechtsh\u00e4ngig nur UWG-Anspruch), ist der Streitwert angemessen zu reduzieren (hier: von 250.000 EUR auf 100.000 EUR).<\/li><\/ul><\/li><\/ul><p>(Anm.: Leits\u00e4tze d. Verf.)<\/p><h2>Beschluss des LG M\u00fcnchen I vom 23.08.2013, Az. 33 O 9820\/13<\/h2><ul><li>Der Streitwertbeschwerde des Antragsgegners vom 03.06.2013 (BI.19\/25 d.A.) gegen die Streitwertfestsetzung in Ziffer III. der einstweiligen Verf\u00fcgung des Landgerichts M\u00fcnchen I vom 02.05.2013 (BI. 12\/13 d.A.) wird teilweise abgeholfen und der Streitwert wird in Ab\u00e4nderung der angegriffenen Streitfestsetzung auf EUR 100.000,\u2013 festgesetzt.<\/li><li>Im \u00dcbrigen wird der Streitwertbeschwerde des Antragsgegners nicht abgeholfen.<\/li><li>Die Akten werden daher dem OLG M\u00fcnchen zur Entscheidung \u00fcber die Streitwertbeschwerde, soweit ihr nicht abgeholfen wurde, vorgelegt.<br \/><br \/><\/li><\/ul><h2>Gr\u00fcnde:<\/h2><p>I. Der Antragsgegner wendet sich mit seiner Beschwerde vom 03.06.2013 gegen die Streitwertfestsetzung der Kammer im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 und beantragt, den Streitwert auf maximal EUR 10.000,- festzusetzen.<\/p><p>Mit verfahrenseinleitendem Schriftsatz vom 30.04.2013 hat die Antragstellerin den Erlass einer einstweiligen Verf\u00fcgung beantragt, mit der dem Antragsgegner bei Meidung der gesetzlichen Ordnungsmittel verboten werden sollte, im gesch\u00e4ftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs in der Bundesrepublik Deutschland Tragek\u00f6rbe in den Verkehr zu bringen, anzubieten und\/oder bewerben und\/oder in den Verkehr bringen, anbieten, bewerben zu lassen, die der im Antrag wiedergegebenen Abbildung entsprechen.<\/p><p>Gest\u00fctzt hat sie ihren Anspruch auf eine Verletzung von <a title=\"\u00a7 4 UWG: Mitbewerberschutz\" href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 4 Nr. 9 a UWG<\/a> sowie eine von ihr behauptete Irref\u00fchrung gem\u00e4\u00df <a title=\"\u00a7 5 UWG: Irref\u00fchrende gesch\u00e4ftliche Handlungen\" href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/5.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 5 UWG<\/a>. Ihr Streitwertinteresse hat die Antragstellerin in der Antragsschrift mit EUR 250.000,- beziffert. Diesen Streitwert hat die Antragstellerin auch ihrer Abmahnung vom 17.04.2013 (Anl. Aste 6) zugrunde gelegt. In dieser hat sie jedoch zum einen geltend gemacht, dass ihre Geschmacksmuster verletzt seien und der Antragsgegner dar\u00fcber hinaus wettbewerbswidrig gehandelt habe. Zudem wurden mit der Abmahnung neben dem auch mit der hier streitgegenst\u00e4ndlichen einstweiligen Verf\u00fcgung begehrten Unterlassungsanspruch Auskunfts-, Rechnungslegungs-, Vernichtungs- und Schadensersatzanspr\u00fcche geltend gemacht.<\/p><p>Im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 hat die Kammer in Ziffer III. den Streitwert auf EUR 250.000,\u2013 entsprechend den Angaben in der Antragsschrift festgesetzt.<\/p><p>Hiergegen wendet sich der Antragsgegner mit seiner Streitwertbeschwerde vom 03.06.2013 und beantragt, den Streitwert auf maximaI EUR 10.000,- festzusetzen. Zur Begr\u00fcndung tr\u00e4gt er vor, dass der angegebene Streitwert in H\u00f6he von 250.000,- EUR \u00fcberh\u00f6ht sei, da das ma\u00dfgeblich durch den Verletzungsumfang konkretisierte Unterlassungsinteresse der Antragstellerin als gering einzuordnen sei und die Angelegenheit nach Art und Umfang einfach gelagert sei sowie im Hinblick auf die Einkommens- und Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse des Antragsgegners eine Belastung mit den danach entstehenden Prozesskosten nicht tragbar erscheine.<\/p><p>(\u2026)<\/p><p>Ein wichtiges Kriterium bei der Streitwertfestsetzung sei au\u00dferdem, dass die Antragstellerin ihre Anspr\u00fcche ausschlie\u00dflich auf Normen des UWG st\u00fctze. Schlie\u00dflich m\u00fcsse gem\u00e4\u00df <a title=\"\u00a7 12 UWG: Einstweiliger Rechtsschutz; Ver\u00f6ffentlichungsbefugnis; Streitwertminderung\" href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/12.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 12 Abs. 4 UWG<\/a> ber\u00fccksichtigt werden, dass die Angelegenheit nach Art und Umfang einfach gelagert sei. Es sei sofort erkennbar gewesen, auch ohne juristische Vorkenntnisse f\u00fcr jedermann, der die Erzeugnisse der Antragstellerin kenne, dass es sich bei dem streitgegenst\u00e4ndlichen Korb um eine Nachahmung handle. Die Angelegenheit sei daher sowohl nach ihrer Art als auch dem Umfang nach einfach gelagert, so dass auch dies eine Streitwertherabsetzung rechtfertige.<\/p><p>Schlie\u00dflich m\u00fcssten die pers\u00f6nlichen Verh\u00e4ltnisse des Antragsgegners ber\u00fccksichtigt werden, weshalb eine Belastung des Antragsgegners mit den Prozesskosten nach dem vollen Streitwert angesichts seiner Verm\u00f6gens-und Einkommensverh\u00e4ltnisse nicht tragbar erscheine. (\u2026)<\/p><p>Au\u00dferdem sei zu ber\u00fccksichtigen, dass durch den nur vorl\u00e4ufigen Tenor ohne weitere Rechtshandlung keine abschlie\u00dfende Rechtssicherheit erzielt werden k\u00f6nne, so dass der Streitwert im Vergleich zum Hauptsacheverfahren zu reduzieren sei.<\/p><p>Nach alledem halte der Antragsgegner einen Streitwert von maximal EUR 10.000,\u2013 f\u00fcr angemessen.<\/p><p>Die Antragstellerin ist demgegen\u00fcber der Auffassung, dass der von ihr angegebene Streitwert in H\u00f6he von EUR 250.000,- nach wie vor gerechtfertigt sei und ihr Interesse an der Angelegenheit wiedergebe. Ihr Interesse daran, den Markt von Plagiaten ihres \u201eCarrybag\u201c freizuhalten, sei sehr hoch. Durch das Anbieten gerade bei Ebay erreiche der Antragsgegner eine Vielzahl von Abnehmern, da die Plattform gut organisiert sei und es keine M\u00fche mache, \u00fcber den Suchbegriff \u201eEinkaufskorb\u201c auf das Plagiat aufmerksam zu werden. Der Betrag in H\u00f6he von EUR 250.000,- spiegle daher bereits den geringeren Angriffsfaktor wider, der durch das Angebot von lediglich einigen K\u00f6rben stehe. (\u2026)<\/p><p>II. Die zul\u00e4ssige Streitwertbeschwerde des Antragsgegners hat nur teilweise Erfolg. Sie f\u00fchrt zur Ab\u00e4nderung der Streitwertfestsetzung im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 auf EUR 100.000,-. Eine dar\u00fcber hinausgehende Reduzierung kommt auch vor dem Hintergrund der vom Antragsgegner vorgetragenen Umst\u00e4nde jedoch nicht in Betracht, so dass die Streitwertbeschwerde, soweit ihr nicht abgeholfen wurde, dem \u2013 OLG M\u00fcnchen zur Entscheidung vorzulegen ist.<\/p><p>1. Gem\u00e4\u00df <a title=\"\u00a7 53 GKG: Einstweiliger Rechtsschutz und Verfahren nach \u00a7 148 Abs. 1 und 2 des Aktiengesetzes\" href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GKG\/53.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7\u00a7 53 Abs. 1 Nr. 1 GKG<\/a>, <a title=\"\u00a7 3 ZPO: Wertfestsetzung nach freiem Ermessen\" href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/3.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">3 ZPO<\/a> ist der Streitwert nach freiem Ermessen zu bestimmen. Dabei ist f\u00fcr die Wertbestimmung das Interesse der Antragstellerin an der Unterbindung des beanstandeten Verhaltens ma\u00dfgeblich, welches nach objektiven Kriterien zu bestimmen ist. Dabei ist vorliegend, da die Antragstellerin ihre Anspr\u00fcche ma\u00dfgeblich auf erg\u00e4nzenden wettbewerblichen Leistungsschutz gem\u00e4\u00df <a title=\"\u00a7 4 UWG: Mitbewerberschutz\" href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 4 Nr. 9 a UWG<\/a> st\u00fctzt, entsprechend den Grunds\u00e4tzen im Kennzeichenrecht zu ber\u00fccksichtigen, dass das wirtschaftliche Interesse an der Durchsetzung von Unterlassungsanspr\u00fcchen zum einen durch den wirtschaftlichen Wert des nachgeahmten Produkts und zum anderen durch das Ausma\u00df und die Gef\u00e4hrlichkeit der Verletzung bestimmt wird. Zudem stellt nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung der Kammer sowie des OLG M\u00fcnchen (vgl. <a title=\"OLG M\u00fcnchen, 22.04.2008 - 29 W 1211\/08: Unlauterer Wettbewerb: Versto\u00df gegen den Gl\u00fccksspielsta...\" href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=WRP%202008,%20972\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WRP 2008, 972<\/a>, 976) die eigene Wertangabe der Antragstellerin zu Beginn des Verfahrens in der Regel ein gewichtiges Indiz f\u00fcr eine zutreffende Bewertung dar, da die Antragstellerin zum einen am besten beurteilen kann, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die beanstandete Verhaltensweise haben kann, und es zum anderen in diesem Verfahrensstadium nicht sicher vorauszusehen ist; wer letztlich die Verfahrenskosten zu tragen hat. Ein Abschlag f\u00fcr ein Verf\u00fcgungsverfahren kommt dabei nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung der erkennenden Kammer nicht in Betracht.<\/p><p>Vorliegend ist zum einen die hohe wirtschaftliche. Bedeutung zu ber\u00fccksichtigen, die das Produkt der Antragstellerin f\u00fcr diese hat, sowie deren Interesse daran, effektiv Nachahmungen ihres Produkts, die insbesondere \u00fcber Plattformen wie Ebay angeboten werden, zu verhindern, um den wirtschaftlichen Erfolg des eigenen Produkts nicht zu gef\u00e4hrden. Die Ausgangslage ist dabei vergleichbar mit der im Kenn-zeichenrecht: <a title=\"\u00a7 4 UWG: Mitbewerberschutz\" href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 4 Nr. 9 a UWG<\/a> sch\u00fctzt vor Beeintr\u00e4chtigungen, die durch eine unlautere Herkunftst\u00e4uschung durch das Anbieten von Nachahmungen hervorgerufen wird, was vergleichbar ist mit dem Schutz des Markeninhabers vor einer kennzeichenrechtlichen Verwechslungsgefahr. Produkte, die von <a title=\"\u00a7 4 UWG: Mitbewerberschutz\" href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 4 Nr. 9 a UWG<\/a> erfasst werden, sind demnach solche, bei denen die Gefahr besteht, dass der angesprochene Verkehr die Nachahmung f\u00fcr das Original h\u00e4lt und daher dieses kauft und nicht das Original, so dass beim Hersteller des Originalprodukts Umsatz- und Gewinneinbu\u00dfen zu besorgen sind.<\/p><p>Bei der Verletzungsintensit\u00e4t ist insbesondere auch zu ber\u00fccksichtigen, dass vorliegend die Angebote \u00fcber Ebay erfolgt sind und damit einer breiten, nahezu unbegrenzten \u00d6ffentlichkeit zum Kauf angeboten wurden, und zwar ohne dass der anbietende Antragsgegner hierzu besondere Aufwendungen h\u00e4tte t\u00e4tigen m\u00fcssen.<\/p><p>Demgegen\u00fcber k\u00f6nnen die vom Antragsgegner vorgetragenen geringen Umsatzzahlen wie auch sein geringer Gewinn keine ma\u00dfgebliche Ber\u00fccksichtigung finden. Vorliegend macht die Antragstellerin einen Anspruch geltend, der als Unterlassungsanspruch auf die Zukunft gerichtet ist. Er dient gerade dazu, zuk\u00fcnftige Verletzungen fr\u00fchzeitig zu unterbinden und f\u00fcr die Zukunft zu verhindern. Dass der Antragsgegner lediglich diejenigen Ums\u00e4tze erzielt haben mag, die er in seinem Beschwerdeschriftsatz vortragen lassen hat, liegt also weniger darin begr\u00fcndet, dass das Verhalten des Antragsgegners keine gro\u00dfe Verletzungsintensit\u00e4t gehabt h\u00e4tte, sondern vielmehr daran, dass dieses Verhalten durch ein fr\u00fchzeitiges Einschreiten der Antragstellerin unterbunden wurde. Dies hat jedoch auf die Streitwertbemessung, n\u00e4mlich das Interesse der Antragstellerin an der Unterbindung zuk\u00fcnftiger Verletzungshandlungen, keine Auswirkung.<\/p><p>Soweit der Antragsgegner dar\u00fcber hinaus geltend macht, er sei relativ kurz im Gesch\u00e4ft, was ebenfalls bei der H\u00f6he des Streitwerts zu ber\u00fccksichtigen sei, f\u00e4llt dies ebenfalls nicht sonderlich ins Gewicht, (\u2026).<\/p><p>Diese Umst\u00e4nde lassen nicht erkennen, dass die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit des Antragsgegners einen derart geringen Umfang h\u00e4tte, dass sie ma\u00dfgeblichen Einfluss auf die Streitwertbemessung haben k\u00f6nnte. Insbesondere ist der Fall nicht mit denen vergleichbar, in denen der Verletzer seiner Ansicht nach als privater Verk\u00e4ufer auftritt, aufgrund der Anzahl der von ihm vertriebenen Produkte aber \u201eso gerade mal\u201c in rechtlicher Hinsicht als gewerblicher Verk\u00e4ufer angesehen werden muss, so dass ihn die Vorschriften des UWG \u2013 subjektiv unerwartet \u2013 treffen.<\/p><p>2. Wie oben unter Ziffer 1. dargestellt ist aber auch zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse die Antragstellerin zu Beginn des Verfahrens angegeben hat. Ma\u00dfgeblich sind insoweit jedoch vorliegend nicht die angegebenen EUR 250.000,- in der Antragsschrift, sondern die in der als Anl. ASt 6 vorgelegte Abmahnungen angegebenen EUR 250.000,-. Dort jedoch war nicht nur der hier streitgegenst\u00e4ndliche Anspruch aus UWG geltend gemacht, sondern dar\u00fcber hinaus ein eigenst\u00e4ndiger Anspruch aus Geschmacksmusterrechten sowie weitere Folgeanspr\u00fcche auf Auskunft, Rechnungslegung, Vernichtung und Schadensersatz.<\/p><p>Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Umst\u00e4nde erscheint vorliegend eine Festsetzung in H\u00f6he von EUR 100.000,\u2013 angemessen, aber auch ausreichend. Dieser Streitwert spiegelt auch unter Ber\u00fccksichtigung der Angaben der Antragstellerin in der Antragsschrift ihr wirtschaftliches Interesse an der Unterbindung der streitgegenst\u00e4ndlichen Verhaltensweise, gest\u00fctzt auf Nachahmungs- und Irref\u00fchrungsschutz aus Wettbewerbsrecht wider.<\/p><p>4. Eine weitere Reduzierung dieses Streitwerts war demgegen\u00fcber nicht angezeigt. Dies betrifft zum einen die Argumente, die bereits oben unter Ziffer 2. mit einbezogen wurden, ferner aber auch diejenigen weiteren Argumente aus dem Beschwerdeschriftsatz des Antragsgegners. Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass ihm ein besonders geringer Verschuldensgrad zu Gute kommen kann, der sich insbesondere aus seinem nach der Abmahnung gezeigten Verhalten ergeben w\u00fcrde. Denn entgegen dem Vortrag des Antragsgegners im Beschwerdeschreiben vom 03.06.2013 hat der Antragsgegner \u2013 und zwar auch unter Ber\u00fccksichtigung des Inhalts des Schreibens gem\u00e4\u00df Anl. B 3 vom 24.04.2013 \u2013 keineswegs unverz\u00fcglich die, eindeutige Rechtsverletzung einger\u00e4umt und sofort erkannt, dass er die K\u00f6rbe nicht h\u00e4tte ver\u00e4u\u00dfern d\u00fcrfen. Aus Anl. B 3 ergibt sich vielmehr, dass der Antragsgegner davon ausgegangen ist, dass die geltend gemachten Anspr\u00fcche der Antragstellerin im Wesentlichen nicht best\u00fcnden, da bereits die vorgelegte Unterlassungs- und Verpflichtungserkl\u00e4rung unzul\u00e4ssig und sogar rechtsmissbr\u00e4uchlich gewesen sein soll. Deswegen seien an sich die geltend gemachten Anspr\u00fcche vollumf\u00e4nglich zur\u00fcckzuweisen. Gest\u00fctzt auf dieses Schreiben kann auch die seitens des Antragsgegners nunmehr vorgebrachte Argumentation, es handle sich um eine Angelegenheit, die nach Art und Umfang einfach im Sinne von <a title=\"\u00a7 12 UWG: Einstweiliger Rechtsschutz; Ver\u00f6ffentlichungsbefugnis; Streitwertminderung\" href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/12.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 12 Abs. 4 UWG<\/a> gelagert sei, nicht \u00fcberzeugen.<\/p><p>Schlie\u00dflich kann auch auf den abschlie\u00dfenden Vortrag des Antragsgegners, ein Streitwert von EUR 250.000,- habe eine existenzvernichtende Kostenbelastung f\u00fcr ihn zur Folge, eine \u00fcber die vorgenommene Reduzierung hinausgehende Herabsetzung des Streitwerts nicht gest\u00fctzt werden. (\u2026)<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.ws-kanzlei.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=20&amp;catid=8\">Anm.: Nicht rechtskr\u00e4ftig. Der Streitwert wurde vom OLG M\u00fcnchen (6 W 6040\/13) mit Beschluss vom 09.10.2013 auf 75.000 EUR reduziert.<\/a><\/p><\/div><\/section><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-66bb587 e-con-full elementor-hidden-tablet elementor-hidden-mobile e-flex wpr-particle-no wpr-jarallax-no wpr-parallax-no wpr-sticky-section-no e-con e-child\" data-id=\"66bb587\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f6fbdbd e-con-full e-flex wpr-particle-no wpr-jarallax-no wpr-parallax-no wpr-sticky-section-no e-con e-child\" data-id=\"f6fbdbd\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-45e2529 e-con-full e-flex wpr-particle-no wpr-jarallax-no wpr-parallax-no wpr-sticky-section-no e-con e-child\" data-id=\"45e2529\" data-element_type=\"container\" 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Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse die Antragstellerin zu Beginn des Verfahrens angegeben hat. Ma\u00dfgeblich sind insoweit die Angaben in der Abmahnung. 2. Sind die in der Abmahnung geltend gemachten Anspr\u00fcche nur teilweise Streitgegenstand des einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahrens (hier: Anspruch aus Geschmacksmusterrechten sowie Folgeanspr\u00fcche auf Auskunft, Rechnungslegung, Vernichtung und Schadensersatz abgemahnt \u2013 rechtsh\u00e4ngig nur UWG-Anspruch), ist der Streitwert angemessen zu reduzieren (hier: von 250.000 EUR auf 100.000 EUR). (Anm.: Leits\u00e4tze d. Verf.) Beschluss des LG M\u00fcnchen I vom 23.08.2013, Az. 33 O 9820\/13 Der Streitwertbeschwerde des Antragsgegners vom 03.06.2013 (BI.19\/25 d.A.) gegen die Streitwertfestsetzung in Ziffer III. der einstweiligen Verf\u00fcgung des Landgerichts M\u00fcnchen I vom 02.05.2013 (BI. 12\/13 d.A.) wird teilweise abgeholfen und der Streitwert wird in Ab\u00e4nderung der angegriffenen Streitfestsetzung auf EUR 100.000,\u2013 festgesetzt. Im \u00dcbrigen wird der Streitwertbeschwerde des Antragsgegners nicht abgeholfen. Die Akten werden daher dem OLG M\u00fcnchen zur Entscheidung \u00fcber die Streitwertbeschwerde, soweit ihr nicht abgeholfen wurde, vorgelegt. Gr\u00fcnde: I. Der Antragsgegner wendet sich mit seiner Beschwerde vom 03.06.2013 gegen die Streitwertfestsetzung der Kammer im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 und beantragt, den Streitwert auf maximal EUR 10.000,- festzusetzen. Mit verfahrenseinleitendem Schriftsatz vom 30.04.2013 hat die Antragstellerin den Erlass einer einstweiligen Verf\u00fcgung beantragt, mit der dem Antragsgegner bei Meidung der gesetzlichen Ordnungsmittel verboten werden sollte, im gesch\u00e4ftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs in der Bundesrepublik Deutschland Tragek\u00f6rbe in den Verkehr zu bringen, anzubieten und\/oder bewerben und\/oder in den Verkehr bringen, anbieten, bewerben zu lassen, die der im Antrag wiedergegebenen Abbildung entsprechen. Gest\u00fctzt hat sie ihren Anspruch auf eine Verletzung von \u00a7 4 Nr. 9 a UWG sowie eine von ihr behauptete Irref\u00fchrung gem\u00e4\u00df \u00a7 5 UWG. Ihr Streitwertinteresse hat die Antragstellerin in der Antragsschrift mit EUR 250.000,- beziffert. Diesen Streitwert hat die Antragstellerin auch ihrer Abmahnung vom 17.04.2013 (Anl. Aste 6) zugrunde gelegt. In dieser hat sie jedoch zum einen geltend gemacht, dass ihre Geschmacksmuster verletzt seien und der Antragsgegner dar\u00fcber hinaus wettbewerbswidrig gehandelt habe. Zudem wurden mit der Abmahnung neben dem auch mit der hier streitgegenst\u00e4ndlichen einstweiligen Verf\u00fcgung begehrten Unterlassungsanspruch Auskunfts-, Rechnungslegungs-, Vernichtungs- und Schadensersatzanspr\u00fcche geltend gemacht. Im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 hat die Kammer in Ziffer III. den Streitwert auf EUR 250.000,\u2013 entsprechend den Angaben in der Antragsschrift festgesetzt. Hiergegen wendet sich der Antragsgegner mit seiner Streitwertbeschwerde vom 03.06.2013 und beantragt, den Streitwert auf maximaI EUR 10.000,- festzusetzen. Zur Begr\u00fcndung tr\u00e4gt er vor, dass der angegebene Streitwert in H\u00f6he von 250.000,- EUR \u00fcberh\u00f6ht sei, da das ma\u00dfgeblich durch den Verletzungsumfang konkretisierte Unterlassungsinteresse der Antragstellerin als gering einzuordnen sei und die Angelegenheit nach Art und Umfang einfach gelagert sei sowie im Hinblick auf die Einkommens- und Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse des Antragsgegners eine Belastung mit den danach entstehenden Prozesskosten nicht tragbar erscheine. (\u2026) Ein wichtiges Kriterium bei der Streitwertfestsetzung sei au\u00dferdem, dass die Antragstellerin ihre Anspr\u00fcche ausschlie\u00dflich auf Normen des UWG st\u00fctze. Schlie\u00dflich m\u00fcsse gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Abs. 4 UWG ber\u00fccksichtigt werden, dass die Angelegenheit nach Art und Umfang einfach gelagert sei. Es sei sofort erkennbar gewesen, auch ohne juristische Vorkenntnisse f\u00fcr jedermann, der die Erzeugnisse der Antragstellerin kenne, dass es sich bei dem streitgegenst\u00e4ndlichen Korb um eine Nachahmung handle. Die Angelegenheit sei daher sowohl nach ihrer Art als auch dem Umfang nach einfach gelagert, so dass auch dies eine Streitwertherabsetzung rechtfertige. Schlie\u00dflich m\u00fcssten die pers\u00f6nlichen Verh\u00e4ltnisse des Antragsgegners ber\u00fccksichtigt werden, weshalb eine Belastung des Antragsgegners mit den Prozesskosten nach dem vollen Streitwert angesichts seiner Verm\u00f6gens-und Einkommensverh\u00e4ltnisse nicht tragbar erscheine. (\u2026) Au\u00dferdem sei zu ber\u00fccksichtigen, dass durch den nur vorl\u00e4ufigen Tenor ohne weitere Rechtshandlung keine abschlie\u00dfende Rechtssicherheit erzielt werden k\u00f6nne, so dass der Streitwert im Vergleich zum Hauptsacheverfahren zu reduzieren sei. Nach alledem halte der Antragsgegner einen Streitwert von maximal EUR 10.000,\u2013 f\u00fcr angemessen. Die Antragstellerin ist demgegen\u00fcber der Auffassung, dass der von ihr angegebene Streitwert in H\u00f6he von EUR 250.000,- nach wie vor gerechtfertigt sei und ihr Interesse an der Angelegenheit wiedergebe. Ihr Interesse daran, den Markt von Plagiaten ihres \u201eCarrybag\u201c freizuhalten, sei sehr hoch. Durch das Anbieten gerade bei Ebay erreiche der Antragsgegner eine Vielzahl von Abnehmern, da die Plattform gut organisiert sei und es keine M\u00fche mache, \u00fcber den Suchbegriff \u201eEinkaufskorb\u201c auf das Plagiat aufmerksam zu werden. Der Betrag in H\u00f6he von EUR 250.000,- spiegle daher bereits den geringeren Angriffsfaktor wider, der durch das Angebot von lediglich einigen K\u00f6rben stehe. (\u2026) II. Die zul\u00e4ssige Streitwertbeschwerde des Antragsgegners hat nur teilweise Erfolg. Sie f\u00fchrt zur Ab\u00e4nderung der Streitwertfestsetzung im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 auf EUR 100.000,-. Eine dar\u00fcber hinausgehende Reduzierung kommt auch vor dem Hintergrund der vom Antragsgegner vorgetragenen Umst\u00e4nde jedoch nicht in Betracht, so dass die Streitwertbeschwerde, soweit ihr nicht abgeholfen wurde, dem \u2013 OLG M\u00fcnchen zur Entscheidung vorzulegen ist. 1. Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 53 Abs. 1 Nr. 1 GKG, 3 ZPO ist der Streitwert nach freiem Ermessen zu bestimmen. Dabei ist f\u00fcr die Wertbestimmung das Interesse der Antragstellerin an der Unterbindung des beanstandeten Verhaltens ma\u00dfgeblich, welches nach objektiven Kriterien zu bestimmen ist. Dabei ist vorliegend, da die Antragstellerin ihre Anspr\u00fcche ma\u00dfgeblich auf erg\u00e4nzenden wettbewerblichen Leistungsschutz gem\u00e4\u00df \u00a7 4 Nr. 9 a UWG st\u00fctzt, entsprechend den Grunds\u00e4tzen im Kennzeichenrecht zu ber\u00fccksichtigen, dass das wirtschaftliche Interesse an der Durchsetzung von Unterlassungsanspr\u00fcchen zum einen durch den wirtschaftlichen Wert des nachgeahmten Produkts und zum anderen durch das Ausma\u00df und die Gef\u00e4hrlichkeit der Verletzung bestimmt wird. Zudem stellt nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung der Kammer sowie des OLG M\u00fcnchen (vgl. WRP 2008, 972, 976) die eigene Wertangabe der Antragstellerin zu Beginn des Verfahrens in der Regel ein gewichtiges Indiz f\u00fcr eine zutreffende Bewertung dar, da die Antragstellerin zum einen am besten beurteilen kann, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die beanstandete Verhaltensweise haben kann, und es zum anderen in diesem Verfahrensstadium nicht sicher vorauszusehen ist; wer letztlich die Verfahrenskosten zu tragen hat. Ein Abschlag f\u00fcr ein Verf\u00fcgungsverfahren kommt dabei nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung der erkennenden Kammer nicht in Betracht. Vorliegend ist zum einen die hohe wirtschaftliche. Bedeutung zu ber\u00fccksichtigen, die das Produkt der Antragstellerin f\u00fcr diese hat, sowie deren Interesse daran, effektiv Nachahmungen ihres Produkts, die insbesondere \u00fcber Plattformen wie Ebay angeboten werden, zu verhindern, um den wirtschaftlichen<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":3855,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_yoast_wpseo_focuskw":"","_yoast_wpseo_title":"","_yoast_wpseo_metadesc":"","_yoast_wpseo_meta-robots-noindex":"","_yoast_wpseo_canonical":"","so_intro":"","so_s1":"","so_s2":"","so_s3":"","so_s4":"","so_faq":"","so_city":"","so_region":"","so_ag":"","so_lag":"","so_branches":"","two_page_speed":[],"footnotes":""},"categories":[53],"tags":[54,56,55],"class_list":["post-4185","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-prozessrecht","tag-prozessrecht","tag-streitwertfestsetzung","tag-zivilprozessrecht"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.1 (Yoast SEO v27.1.1) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>LG M\u00fcnchen I: Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse zu Beginn des Verfahrens in der Abmahnung angegeben wurde. - Steveker &amp; Odebrecht - Anwaltskanzlei<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/so-anwaelte.de\/fa\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"fa_IR\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"LG M\u00fcnchen I: Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse zu Beginn des Verfahrens in der Abmahnung angegeben wurde.\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"1. Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse die Antragstellerin zu Beginn des Verfahrens angegeben hat. Ma\u00dfgeblich sind insoweit die Angaben in der Abmahnung. 2. Sind die in der Abmahnung geltend gemachten Anspr\u00fcche nur teilweise Streitgegenstand des einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahrens (hier: Anspruch aus Geschmacksmusterrechten sowie Folgeanspr\u00fcche auf Auskunft, Rechnungslegung, Vernichtung und Schadensersatz abgemahnt \u2013 rechtsh\u00e4ngig nur UWG-Anspruch), ist der Streitwert angemessen zu reduzieren (hier: von 250.000 EUR auf 100.000 EUR). (Anm.: Leits\u00e4tze d. Verf.) Beschluss des LG M\u00fcnchen I vom 23.08.2013, Az. 33 O 9820\/13 Der Streitwertbeschwerde des Antragsgegners vom 03.06.2013 (BI.19\/25 d.A.) gegen die Streitwertfestsetzung in Ziffer III. der einstweiligen Verf\u00fcgung des Landgerichts M\u00fcnchen I vom 02.05.2013 (BI. 12\/13 d.A.) wird teilweise abgeholfen und der Streitwert wird in Ab\u00e4nderung der angegriffenen Streitfestsetzung auf EUR 100.000,\u2013 festgesetzt. Im \u00dcbrigen wird der Streitwertbeschwerde des Antragsgegners nicht abgeholfen. Die Akten werden daher dem OLG M\u00fcnchen zur Entscheidung \u00fcber die Streitwertbeschwerde, soweit ihr nicht abgeholfen wurde, vorgelegt. Gr\u00fcnde: I. Der Antragsgegner wendet sich mit seiner Beschwerde vom 03.06.2013 gegen die Streitwertfestsetzung der Kammer im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 und beantragt, den Streitwert auf maximal EUR 10.000,- festzusetzen. Mit verfahrenseinleitendem Schriftsatz vom 30.04.2013 hat die Antragstellerin den Erlass einer einstweiligen Verf\u00fcgung beantragt, mit der dem Antragsgegner bei Meidung der gesetzlichen Ordnungsmittel verboten werden sollte, im gesch\u00e4ftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs in der Bundesrepublik Deutschland Tragek\u00f6rbe in den Verkehr zu bringen, anzubieten und\/oder bewerben und\/oder in den Verkehr bringen, anbieten, bewerben zu lassen, die der im Antrag wiedergegebenen Abbildung entsprechen. Gest\u00fctzt hat sie ihren Anspruch auf eine Verletzung von \u00a7 4 Nr. 9 a UWG sowie eine von ihr behauptete Irref\u00fchrung gem\u00e4\u00df \u00a7 5 UWG. Ihr Streitwertinteresse hat die Antragstellerin in der Antragsschrift mit EUR 250.000,- beziffert. Diesen Streitwert hat die Antragstellerin auch ihrer Abmahnung vom 17.04.2013 (Anl. Aste 6) zugrunde gelegt. In dieser hat sie jedoch zum einen geltend gemacht, dass ihre Geschmacksmuster verletzt seien und der Antragsgegner dar\u00fcber hinaus wettbewerbswidrig gehandelt habe. Zudem wurden mit der Abmahnung neben dem auch mit der hier streitgegenst\u00e4ndlichen einstweiligen Verf\u00fcgung begehrten Unterlassungsanspruch Auskunfts-, Rechnungslegungs-, Vernichtungs- und Schadensersatzanspr\u00fcche geltend gemacht. Im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 hat die Kammer in Ziffer III. den Streitwert auf EUR 250.000,\u2013 entsprechend den Angaben in der Antragsschrift festgesetzt. Hiergegen wendet sich der Antragsgegner mit seiner Streitwertbeschwerde vom 03.06.2013 und beantragt, den Streitwert auf maximaI EUR 10.000,- festzusetzen. Zur Begr\u00fcndung tr\u00e4gt er vor, dass der angegebene Streitwert in H\u00f6he von 250.000,- EUR \u00fcberh\u00f6ht sei, da das ma\u00dfgeblich durch den Verletzungsumfang konkretisierte Unterlassungsinteresse der Antragstellerin als gering einzuordnen sei und die Angelegenheit nach Art und Umfang einfach gelagert sei sowie im Hinblick auf die Einkommens- und Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse des Antragsgegners eine Belastung mit den danach entstehenden Prozesskosten nicht tragbar erscheine. (\u2026) Ein wichtiges Kriterium bei der Streitwertfestsetzung sei au\u00dferdem, dass die Antragstellerin ihre Anspr\u00fcche ausschlie\u00dflich auf Normen des UWG st\u00fctze. Schlie\u00dflich m\u00fcsse gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Abs. 4 UWG ber\u00fccksichtigt werden, dass die Angelegenheit nach Art und Umfang einfach gelagert sei. Es sei sofort erkennbar gewesen, auch ohne juristische Vorkenntnisse f\u00fcr jedermann, der die Erzeugnisse der Antragstellerin kenne, dass es sich bei dem streitgegenst\u00e4ndlichen Korb um eine Nachahmung handle. Die Angelegenheit sei daher sowohl nach ihrer Art als auch dem Umfang nach einfach gelagert, so dass auch dies eine Streitwertherabsetzung rechtfertige. Schlie\u00dflich m\u00fcssten die pers\u00f6nlichen Verh\u00e4ltnisse des Antragsgegners ber\u00fccksichtigt werden, weshalb eine Belastung des Antragsgegners mit den Prozesskosten nach dem vollen Streitwert angesichts seiner Verm\u00f6gens-und Einkommensverh\u00e4ltnisse nicht tragbar erscheine. (\u2026) Au\u00dferdem sei zu ber\u00fccksichtigen, dass durch den nur vorl\u00e4ufigen Tenor ohne weitere Rechtshandlung keine abschlie\u00dfende Rechtssicherheit erzielt werden k\u00f6nne, so dass der Streitwert im Vergleich zum Hauptsacheverfahren zu reduzieren sei. Nach alledem halte der Antragsgegner einen Streitwert von maximal EUR 10.000,\u2013 f\u00fcr angemessen. Die Antragstellerin ist demgegen\u00fcber der Auffassung, dass der von ihr angegebene Streitwert in H\u00f6he von EUR 250.000,- nach wie vor gerechtfertigt sei und ihr Interesse an der Angelegenheit wiedergebe. Ihr Interesse daran, den Markt von Plagiaten ihres \u201eCarrybag\u201c freizuhalten, sei sehr hoch. Durch das Anbieten gerade bei Ebay erreiche der Antragsgegner eine Vielzahl von Abnehmern, da die Plattform gut organisiert sei und es keine M\u00fche mache, \u00fcber den Suchbegriff \u201eEinkaufskorb\u201c auf das Plagiat aufmerksam zu werden. Der Betrag in H\u00f6he von EUR 250.000,- spiegle daher bereits den geringeren Angriffsfaktor wider, der durch das Angebot von lediglich einigen K\u00f6rben stehe. (\u2026) II. Die zul\u00e4ssige Streitwertbeschwerde des Antragsgegners hat nur teilweise Erfolg. Sie f\u00fchrt zur Ab\u00e4nderung der Streitwertfestsetzung im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 auf EUR 100.000,-. Eine dar\u00fcber hinausgehende Reduzierung kommt auch vor dem Hintergrund der vom Antragsgegner vorgetragenen Umst\u00e4nde jedoch nicht in Betracht, so dass die Streitwertbeschwerde, soweit ihr nicht abgeholfen wurde, dem \u2013 OLG M\u00fcnchen zur Entscheidung vorzulegen ist. 1. Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 53 Abs. 1 Nr. 1 GKG, 3 ZPO ist der Streitwert nach freiem Ermessen zu bestimmen. Dabei ist f\u00fcr die Wertbestimmung das Interesse der Antragstellerin an der Unterbindung des beanstandeten Verhaltens ma\u00dfgeblich, welches nach objektiven Kriterien zu bestimmen ist. Dabei ist vorliegend, da die Antragstellerin ihre Anspr\u00fcche ma\u00dfgeblich auf erg\u00e4nzenden wettbewerblichen Leistungsschutz gem\u00e4\u00df \u00a7 4 Nr. 9 a UWG st\u00fctzt, entsprechend den Grunds\u00e4tzen im Kennzeichenrecht zu ber\u00fccksichtigen, dass das wirtschaftliche Interesse an der Durchsetzung von Unterlassungsanspr\u00fcchen zum einen durch den wirtschaftlichen Wert des nachgeahmten Produkts und zum anderen durch das Ausma\u00df und die Gef\u00e4hrlichkeit der Verletzung bestimmt wird. Zudem stellt nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung der Kammer sowie des OLG M\u00fcnchen (vgl. WRP 2008, 972, 976) die eigene Wertangabe der Antragstellerin zu Beginn des Verfahrens in der Regel ein gewichtiges Indiz f\u00fcr eine zutreffende Bewertung dar, da die Antragstellerin zum einen am besten beurteilen kann, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die beanstandete Verhaltensweise haben kann, und es zum anderen in diesem Verfahrensstadium nicht sicher vorauszusehen ist; wer letztlich die Verfahrenskosten zu tragen hat. Ein Abschlag f\u00fcr ein Verf\u00fcgungsverfahren kommt dabei nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung der erkennenden Kammer nicht in Betracht. Vorliegend ist zum einen die hohe wirtschaftliche. Bedeutung zu ber\u00fccksichtigen, die das Produkt der Antragstellerin f\u00fcr diese hat, sowie deren Interesse daran, effektiv Nachahmungen ihres Produkts, die insbesondere \u00fcber Plattformen wie Ebay angeboten werden, zu verhindern, um den wirtschaftlichen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/so-anwaelte.de\/fa\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Steveker &amp; Odebrecht - Anwaltskanzlei\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-06-26T08:15:31+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-06-26T08:17:50+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/so-anwaelte.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/ra_stev_89482_A_conceptual_art_piece_depicting_the_balance_of_e_047cd6ce-c7d0-4a83-a355-1f2906099922.webp\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/webp\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"hinnenthal\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"\u0646\u0648\u0634\u062a\u0647\u200c\u0634\u062f\u0647 \u0628\u062f\u0633\u062a\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"hinnenthal\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"\u0632\u0645\u0627\u0646 \u062a\u0642\u0631\u06cc\u0628\u06cc \u0628\u0631\u0627\u06cc \u062e\u0648\u0627\u0646\u062f\u0646\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"26 \u062f\u0642\u06cc\u0642\u0647\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/\"},\"author\":{\"name\":\"hinnenthal\",\"@id\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/#\/schema\/person\/3539403852a29a4f2475f0dbcd019536\"},\"headline\":\"LG M\u00fcnchen I: Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse zu Beginn des Verfahrens in der Abmahnung angegeben wurde.\",\"datePublished\":\"2025-06-26T08:15:31+00:00\",\"dateModified\":\"2025-06-26T08:17:50+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/\"},\"wordCount\":1870,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/ra_stev_89482_A_conceptual_art_piece_depicting_the_balance_of_e_047cd6ce-c7d0-4a83-a355-1f2906099922.webp\",\"keywords\":[\"Prozessrecht\",\"Streitwertfestsetzung\",\"Zivilprozessrecht\"],\"articleSection\":[\"Prozessrecht\"],\"inLanguage\":\"fa-IR\",\"copyrightYear\":\"2025\",\"copyrightHolder\":{\"@id\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/fa\/#organization\"}},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/\",\"url\":\"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/\",\"name\":\"LG M\u00fcnchen I: Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse zu Beginn des Verfahrens in der Abmahnung angegeben wurde. - 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Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse die Antragstellerin zu Beginn des Verfahrens angegeben hat. Ma\u00dfgeblich sind insoweit die Angaben in der Abmahnung. 2. Sind die in der Abmahnung geltend gemachten Anspr\u00fcche nur teilweise Streitgegenstand des einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahrens (hier: Anspruch aus Geschmacksmusterrechten sowie Folgeanspr\u00fcche auf Auskunft, Rechnungslegung, Vernichtung und Schadensersatz abgemahnt \u2013 rechtsh\u00e4ngig nur UWG-Anspruch), ist der Streitwert angemessen zu reduzieren (hier: von 250.000 EUR auf 100.000 EUR). (Anm.: Leits\u00e4tze d. Verf.) Beschluss des LG M\u00fcnchen I vom 23.08.2013, Az. 33 O 9820\/13 Der Streitwertbeschwerde des Antragsgegners vom 03.06.2013 (BI.19\/25 d.A.) gegen die Streitwertfestsetzung in Ziffer III. der einstweiligen Verf\u00fcgung des Landgerichts M\u00fcnchen I vom 02.05.2013 (BI. 12\/13 d.A.) wird teilweise abgeholfen und der Streitwert wird in Ab\u00e4nderung der angegriffenen Streitfestsetzung auf EUR 100.000,\u2013 festgesetzt. Im \u00dcbrigen wird der Streitwertbeschwerde des Antragsgegners nicht abgeholfen. Die Akten werden daher dem OLG M\u00fcnchen zur Entscheidung \u00fcber die Streitwertbeschwerde, soweit ihr nicht abgeholfen wurde, vorgelegt. Gr\u00fcnde: I. Der Antragsgegner wendet sich mit seiner Beschwerde vom 03.06.2013 gegen die Streitwertfestsetzung der Kammer im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 und beantragt, den Streitwert auf maximal EUR 10.000,- festzusetzen. Mit verfahrenseinleitendem Schriftsatz vom 30.04.2013 hat die Antragstellerin den Erlass einer einstweiligen Verf\u00fcgung beantragt, mit der dem Antragsgegner bei Meidung der gesetzlichen Ordnungsmittel verboten werden sollte, im gesch\u00e4ftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs in der Bundesrepublik Deutschland Tragek\u00f6rbe in den Verkehr zu bringen, anzubieten und\/oder bewerben und\/oder in den Verkehr bringen, anbieten, bewerben zu lassen, die der im Antrag wiedergegebenen Abbildung entsprechen. Gest\u00fctzt hat sie ihren Anspruch auf eine Verletzung von \u00a7 4 Nr. 9 a UWG sowie eine von ihr behauptete Irref\u00fchrung gem\u00e4\u00df \u00a7 5 UWG. Ihr Streitwertinteresse hat die Antragstellerin in der Antragsschrift mit EUR 250.000,- beziffert. Diesen Streitwert hat die Antragstellerin auch ihrer Abmahnung vom 17.04.2013 (Anl. Aste 6) zugrunde gelegt. In dieser hat sie jedoch zum einen geltend gemacht, dass ihre Geschmacksmuster verletzt seien und der Antragsgegner dar\u00fcber hinaus wettbewerbswidrig gehandelt habe. Zudem wurden mit der Abmahnung neben dem auch mit der hier streitgegenst\u00e4ndlichen einstweiligen Verf\u00fcgung begehrten Unterlassungsanspruch Auskunfts-, Rechnungslegungs-, Vernichtungs- und Schadensersatzanspr\u00fcche geltend gemacht. Im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 hat die Kammer in Ziffer III. den Streitwert auf EUR 250.000,\u2013 entsprechend den Angaben in der Antragsschrift festgesetzt. Hiergegen wendet sich der Antragsgegner mit seiner Streitwertbeschwerde vom 03.06.2013 und beantragt, den Streitwert auf maximaI EUR 10.000,- festzusetzen. Zur Begr\u00fcndung tr\u00e4gt er vor, dass der angegebene Streitwert in H\u00f6he von 250.000,- EUR \u00fcberh\u00f6ht sei, da das ma\u00dfgeblich durch den Verletzungsumfang konkretisierte Unterlassungsinteresse der Antragstellerin als gering einzuordnen sei und die Angelegenheit nach Art und Umfang einfach gelagert sei sowie im Hinblick auf die Einkommens- und Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse des Antragsgegners eine Belastung mit den danach entstehenden Prozesskosten nicht tragbar erscheine. (\u2026) Ein wichtiges Kriterium bei der Streitwertfestsetzung sei au\u00dferdem, dass die Antragstellerin ihre Anspr\u00fcche ausschlie\u00dflich auf Normen des UWG st\u00fctze. Schlie\u00dflich m\u00fcsse gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Abs. 4 UWG ber\u00fccksichtigt werden, dass die Angelegenheit nach Art und Umfang einfach gelagert sei. Es sei sofort erkennbar gewesen, auch ohne juristische Vorkenntnisse f\u00fcr jedermann, der die Erzeugnisse der Antragstellerin kenne, dass es sich bei dem streitgegenst\u00e4ndlichen Korb um eine Nachahmung handle. Die Angelegenheit sei daher sowohl nach ihrer Art als auch dem Umfang nach einfach gelagert, so dass auch dies eine Streitwertherabsetzung rechtfertige. Schlie\u00dflich m\u00fcssten die pers\u00f6nlichen Verh\u00e4ltnisse des Antragsgegners ber\u00fccksichtigt werden, weshalb eine Belastung des Antragsgegners mit den Prozesskosten nach dem vollen Streitwert angesichts seiner Verm\u00f6gens-und Einkommensverh\u00e4ltnisse nicht tragbar erscheine. (\u2026) Au\u00dferdem sei zu ber\u00fccksichtigen, dass durch den nur vorl\u00e4ufigen Tenor ohne weitere Rechtshandlung keine abschlie\u00dfende Rechtssicherheit erzielt werden k\u00f6nne, so dass der Streitwert im Vergleich zum Hauptsacheverfahren zu reduzieren sei. Nach alledem halte der Antragsgegner einen Streitwert von maximal EUR 10.000,\u2013 f\u00fcr angemessen. Die Antragstellerin ist demgegen\u00fcber der Auffassung, dass der von ihr angegebene Streitwert in H\u00f6he von EUR 250.000,- nach wie vor gerechtfertigt sei und ihr Interesse an der Angelegenheit wiedergebe. Ihr Interesse daran, den Markt von Plagiaten ihres \u201eCarrybag\u201c freizuhalten, sei sehr hoch. Durch das Anbieten gerade bei Ebay erreiche der Antragsgegner eine Vielzahl von Abnehmern, da die Plattform gut organisiert sei und es keine M\u00fche mache, \u00fcber den Suchbegriff \u201eEinkaufskorb\u201c auf das Plagiat aufmerksam zu werden. Der Betrag in H\u00f6he von EUR 250.000,- spiegle daher bereits den geringeren Angriffsfaktor wider, der durch das Angebot von lediglich einigen K\u00f6rben stehe. (\u2026) II. Die zul\u00e4ssige Streitwertbeschwerde des Antragsgegners hat nur teilweise Erfolg. Sie f\u00fchrt zur Ab\u00e4nderung der Streitwertfestsetzung im Rahmen der Beschlussverf\u00fcgung vom 02.05.2013 auf EUR 100.000,-. Eine dar\u00fcber hinausgehende Reduzierung kommt auch vor dem Hintergrund der vom Antragsgegner vorgetragenen Umst\u00e4nde jedoch nicht in Betracht, so dass die Streitwertbeschwerde, soweit ihr nicht abgeholfen wurde, dem \u2013 OLG M\u00fcnchen zur Entscheidung vorzulegen ist. 1. Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 53 Abs. 1 Nr. 1 GKG, 3 ZPO ist der Streitwert nach freiem Ermessen zu bestimmen. Dabei ist f\u00fcr die Wertbestimmung das Interesse der Antragstellerin an der Unterbindung des beanstandeten Verhaltens ma\u00dfgeblich, welches nach objektiven Kriterien zu bestimmen ist. Dabei ist vorliegend, da die Antragstellerin ihre Anspr\u00fcche ma\u00dfgeblich auf erg\u00e4nzenden wettbewerblichen Leistungsschutz gem\u00e4\u00df \u00a7 4 Nr. 9 a UWG st\u00fctzt, entsprechend den Grunds\u00e4tzen im Kennzeichenrecht zu ber\u00fccksichtigen, dass das wirtschaftliche Interesse an der Durchsetzung von Unterlassungsanspr\u00fcchen zum einen durch den wirtschaftlichen Wert des nachgeahmten Produkts und zum anderen durch das Ausma\u00df und die Gef\u00e4hrlichkeit der Verletzung bestimmt wird. Zudem stellt nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung der Kammer sowie des OLG M\u00fcnchen (vgl. WRP 2008, 972, 976) die eigene Wertangabe der Antragstellerin zu Beginn des Verfahrens in der Regel ein gewichtiges Indiz f\u00fcr eine zutreffende Bewertung dar, da die Antragstellerin zum einen am besten beurteilen kann, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die beanstandete Verhaltensweise haben kann, und es zum anderen in diesem Verfahrensstadium nicht sicher vorauszusehen ist; wer letztlich die Verfahrenskosten zu tragen hat. Ein Abschlag f\u00fcr ein Verf\u00fcgungsverfahren kommt dabei nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung der erkennenden Kammer nicht in Betracht. Vorliegend ist zum einen die hohe wirtschaftliche. Bedeutung zu ber\u00fccksichtigen, die das Produkt der Antragstellerin f\u00fcr diese hat, sowie deren Interesse daran, effektiv Nachahmungen ihres Produkts, die insbesondere \u00fcber Plattformen wie Ebay angeboten werden, zu verhindern, um den wirtschaftlichen","og_url":"https:\/\/so-anwaelte.de\/fa\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/","og_site_name":"Steveker &amp; Odebrecht - Anwaltskanzlei","article_published_time":"2025-06-26T08:15:31+00:00","article_modified_time":"2025-06-26T08:17:50+00:00","og_image":[{"width":1024,"height":1024,"url":"https:\/\/so-anwaelte.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/ra_stev_89482_A_conceptual_art_piece_depicting_the_balance_of_e_047cd6ce-c7d0-4a83-a355-1f2906099922.webp","type":"image\/webp"}],"author":"hinnenthal","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"\u0646\u0648\u0634\u062a\u0647\u200c\u0634\u062f\u0647 \u0628\u062f\u0633\u062a":"hinnenthal","\u0632\u0645\u0627\u0646 \u062a\u0642\u0631\u06cc\u0628\u06cc \u0628\u0631\u0627\u06cc \u062e\u0648\u0627\u0646\u062f\u0646":"26 \u062f\u0642\u06cc\u0642\u0647"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/"},"author":{"name":"hinnenthal","@id":"https:\/\/so-anwaelte.de\/#\/schema\/person\/3539403852a29a4f2475f0dbcd019536"},"headline":"LG M\u00fcnchen I: Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse zu Beginn des Verfahrens in der Abmahnung angegeben wurde.","datePublished":"2025-06-26T08:15:31+00:00","dateModified":"2025-06-26T08:17:50+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/"},"wordCount":1870,"publisher":{"@id":"https:\/\/so-anwaelte.de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/so-anwaelte.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/ra_stev_89482_A_conceptual_art_piece_depicting_the_balance_of_e_047cd6ce-c7d0-4a83-a355-1f2906099922.webp","keywords":["Prozessrecht","Streitwertfestsetzung","Zivilprozessrecht"],"articleSection":["Prozessrecht"],"inLanguage":"fa-IR","copyrightYear":"2025","copyrightHolder":{"@id":"https:\/\/so-anwaelte.de\/fa\/#organization"}},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/","url":"https:\/\/so-anwaelte.de\/lg-muenchen-i-bei-der-streitwertfestsetzung-im-einstweiligen-verfuegungsverfahren-ist-zu-beruecksichtigen-welches-streitwertinteresse-zu-beginn-des-verfahrens-in-der-abmahnung-angegeben-wurde\/","name":"LG M\u00fcnchen I: Bei der Streitwertfestsetzung im einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahren ist zu ber\u00fccksichtigen, welches Streitwertinteresse zu Beginn des Verfahrens in der Abmahnung angegeben wurde. - Steveker &amp; 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