{"version":"1.0","provider_name":"Steveker &amp; Odebrecht - Law firm","provider_url":"https:\/\/so-anwaelte.de\/en","author_name":"hinnenthal","author_url":"https:\/\/so-anwaelte.de\/en\/author\/hinnenthal\/","title":"Krankheitsbedingte K\u00fcndigung \u2013 Wann ist sie zul\u00e4ssig?","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"TX40VG8tKv\"><a href=\"https:\/\/so-anwaelte.de\/en\/krankheitsbedingte-kuendigung-wann-ist-sie-zulaessig\/\">Dismissal due to illness - when is it permissible?<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"https:\/\/so-anwaelte.de\/en\/krankheitsbedingte-kuendigung-wann-ist-sie-zulaessig\/embed\/#?secret=TX40VG8tKv\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Krankheitsbedingte K\u00fcndigung \u2013 Wann ist sie zul\u00e4ssig?&#8221; &#8212; Steveker &amp; Odebrecht - Anwaltskanzlei\" data-secret=\"TX40VG8tKv\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">\n\/* <![CDATA[ *\/\n\/*! This file is auto-generated *\/\n!function(d,l){\"use strict\";l.querySelector&&d.addEventListener&&\"undefined\"!=typeof URL&&(d.wp=d.wp||{},d.wp.receiveEmbedMessage||(d.wp.receiveEmbedMessage=function(e){var t=e.data;if((t||t.secret||t.message||t.value)&&!\/[^a-zA-Z0-9]\/.test(t.secret)){for(var s,r,n,a=l.querySelectorAll('iframe[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),o=l.querySelectorAll('blockquote[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),c=new RegExp(\"^https?:$\",\"i\"),i=0;i<o.length;i++)o[i].style.display=\"none\";for(i=0;i<a.length;i++)s=a[i],e.source===s.contentWindow&&(s.removeAttribute(\"style\"),\"height\"===t.message?(1e3<(r=parseInt(t.value,10))?r=1e3:~~r<200&&(r=200),s.height=r):\"link\"===t.message&&(r=new URL(s.getAttribute(\"src\")),n=new URL(t.value),c.test(n.protocol))&&n.host===r.host&&l.activeElement===s&&(d.top.location.href=t.value))}},d.addEventListener(\"message\",d.wp.receiveEmbedMessage,!1),l.addEventListener(\"DOMContentLoaded\",function(){for(var e,t,s=l.querySelectorAll(\"iframe.wp-embedded-content\"),r=0;r<s.length;r++)(t=(e=s[r]).getAttribute(\"data-secret\"))||(t=Math.random().toString(36).substring(2,12),e.src+=\"#?secret=\"+t,e.setAttribute(\"data-secret\",t)),e.contentWindow.postMessage({message:\"ready\",secret:t},\"*\")},!1)))}(window,document);\n\/\/# sourceURL=https:\/\/so-anwaelte.de\/wp-includes\/js\/wp-embed.min.js\n\/* ]]> *\/\n<\/script>","thumbnail_url":"https:\/\/so-anwaelte.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/ra_stev_89482_A_worried_employee_sitting_at_a_desk_holding_a_te_3abf0c7c-94f7-40e7-9589-f1cf8d6004e6.png","thumbnail_width":1024,"thumbnail_height":1024,"description":"Die krankheitsbedingte K\u00fcndigung ist ein besonders sensibles Thema im Arbeitsrecht. Viele Arbeitnehmer glauben, dass eine K\u00fcndigung w\u00e4hrend einer Krankheit grunds\u00e4tzlich unzul\u00e4ssig sei \u2013 das ist jedoch nicht richtig. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Arbeitgeber eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung aussprechen. Doch wann ist sie zul\u00e4ssig? Und welche Rechte haben Arbeitnehmer? In diesem Beitrag erkl\u00e4ren wir, worauf es ankommt. \u00a0 1. Was ist eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung? Die krankheitsbedingte K\u00fcndigung ist eine Unterform der personenbedingten K\u00fcndigung. Sie kommt infrage, wenn ein Arbeitnehmer seine vertraglich geschuldete Arbeitsleistung aufgrund einer Krankheit nicht mehr oder nur noch in stark eingeschr\u00e4nktem Ma\u00dfe erbringen kann. Dies unterscheidet sie von der verhaltensbedingten K\u00fcndigung, bei der der Arbeitnehmer theoretisch in der Lage w\u00e4re, seine Pflichten zu erf\u00fcllen, es aber aus eigenem Verschulden nicht tut. Grunds\u00e4tzlich gilt: Eine Krankheit allein ist kein K\u00fcndigungsgrund. Entscheidend ist vielmehr, welche Auswirkungen die Krankheit auf das Arbeitsverh\u00e4ltnis hat. \u00a0 2. Die drei Voraussetzungen einer krankheitsbedingten K\u00fcndigung Damit eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung wirksam ist, m\u00fcssen drei zentrale Voraussetzungen erf\u00fcllt sein: a) Negative Gesundheitsprognose Der Arbeitgeber muss eine begr\u00fcndete Annahme haben, dass der Arbeitnehmer auch in Zukunft \u00fcber l\u00e4ngere Zeit krankheitsbedingt ausfallen wird. Diese Prognose basiert auf den bisherigen Krankheitszeiten und der Einsch\u00e4tzung der weiteren Entwicklung. Hat der Arbeitnehmer zum Beispiel eine chronische Erkrankung, bei der keine Besserung absehbar ist, kann dies eine negative Prognose begr\u00fcnden. Achtung: Die blo\u00dfe Tatsache, dass ein Arbeitnehmer eine l\u00e4ngere Zeit krank war, reicht nicht aus. Entscheidend ist die Perspektive f\u00fcr die Zukunft. b) Erhebliche betriebliche Beeintr\u00e4chtigung Der krankheitsbedingte Ausfall des Mitarbeiters muss den Betrieb erheblich beeintr\u00e4chtigen. Eine solche Beeintr\u00e4chtigung kann auf unterschiedliche Weise auftreten: St\u00f6rung des Betriebsablaufs: Die h\u00e4ufigen Fehlzeiten erschweren die Planung und die reibungslose Organisation des Arbeitsalltags. Erhebliche wirtschaftliche Belastung: Die Entgeltfortzahlungskosten sind au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch und belasten den Arbeitgeber \u00fcber das zumutbare Ma\u00df hinaus. Beispiel: Ein Arbeitnehmer f\u00e4llt wiederholt f\u00fcr mehrere Monate im Jahr aus, sodass st\u00e4ndig Ersatzkr\u00e4fte eingestellt werden m\u00fcssen oder andere Mitarbeiter erhebliche \u00dcberstunden leisten m\u00fcssen. c) Interessenabw\u00e4gung \u2013 Ist die K\u00fcndigung zumutbar? Selbst wenn die ersten beiden Voraussetzungen erf\u00fcllt sind, muss der Arbeitgeber eine Interessenabw\u00e4gung durchf\u00fchren. Dabei werden unter anderem folgende Faktoren ber\u00fccksichtigt: Dauer des Arbeitsverh\u00e4ltnisses: Ein langj\u00e4hriger Mitarbeiter genie\u00dft st\u00e4rkeren Schutz. Ursache der Erkrankung: Liegt die Krankheit an einem Arbeitsunfall oder einer beruflichen Belastung? Zumutbarkeit f\u00fcr den Arbeitgeber: Ist eine Weiterbesch\u00e4ftigung in einer anderen Position m\u00f6glich? Sozialaspekte: Gibt es besondere H\u00e4rtef\u00e4lle, etwa das Alter des Arbeitnehmers oder seine Unterhaltspflichten? F\u00e4llt die Interessenabw\u00e4gung zugunsten des Arbeitnehmers aus, ist die K\u00fcndigung unwirksam. \u00a0 3. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) \u2013 Pflicht des Arbeitgebers Bevor ein Arbeitgeber eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung ausspricht, muss er pr\u00fcfen, ob durch ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) eine Weiterbesch\u00e4ftigung m\u00f6glich ist. Das BEM ist gesetzlich in \u00a7 167 Abs. 2 SGB IX geregelt und muss durchgef\u00fchrt werden, wenn ein Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres l\u00e4nger als sechs Wochen krankheitsbedingt ausf\u00e4llt. Ziele des BEM: Identifikation von Ma\u00dfnahmen zur Wiedereingliederung des Arbeitnehmers. Pr\u00fcfung, ob eine Anpassung des Arbeitsplatzes oder der Arbeitsbedingungen m\u00f6glich ist. Vermeidung einer K\u00fcndigung durch alternative Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten. Ablauf des BEM-Verfahrens: Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen anbieten. Das BEM erfolgt freiwillig \u2013 der Arbeitnehmer ist nicht verpflichtet, daran teilzunehmen. Falls das BEM scheitert oder keine L\u00f6sung gefunden wird, kann eine K\u00fcndigung in Betracht kommen. Wichtig: Wenn der Arbeitgeber kein BEM durchf\u00fchrt oder es nur unzureichend dokumentiert, kann dies die K\u00fcndigung angreifbar machen. Gerichte sehen in einem unterlassenen BEM oft ein Indiz daf\u00fcr, dass mildere Mittel als die K\u00fcndigung nicht ausreichend gepr\u00fcft wurden. \u00a0 4. Arten der krankheitsbedingten K\u00fcndigung Es gibt verschiedene Varianten der krankheitsbedingten K\u00fcndigung: a) K\u00fcndigung wegen h\u00e4ufigen Kurzerkrankungen Hat ein Arbeitnehmer \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum viele kurze krankheitsbedingte Ausf\u00e4lle (z. B. Erk\u00e4ltungen, R\u00fcckenschmerzen, Migr\u00e4ne), kann eine K\u00fcndigung gerechtfertigt sein. Voraussetzung ist, dass sich aus der Vergangenheit eine Prognose ergibt, dass der Arbeitnehmer auch zuk\u00fcnftig h\u00e4ufig krank sein wird. Wichtig: Entscheidend ist nicht nur die Anzahl der Krankheitstage, sondern auch deren Auswirkungen auf den Betrieb. b) K\u00fcndigung wegen langanhaltender Krankheit Wenn ein Arbeitnehmer bereits seit l\u00e4ngerer Zeit ununterbrochen arbeitsunf\u00e4hig ist und keine Besserung in Sicht ist, kann dies eine K\u00fcndigung rechtfertigen. Ein typisches Beispiel w\u00e4re eine schwere chronische Erkrankung oder eine dauerhafte Behinderung, die es dem Arbeitnehmer unm\u00f6glich macht, seine Arbeit wieder aufzunehmen. c) K\u00fcndigung wegen dauerhafter Arbeitsunf\u00e4higkeit Ist sicher, dass der Arbeitnehmer aufgrund seiner Krankheit dauerhaft nicht mehr arbeiten kann (z. B. bei schwerer Pflegebed\u00fcrftigkeit oder vollst\u00e4ndiger Erwerbsunf\u00e4higkeit), ist eine K\u00fcndigung in der Regel m\u00f6glich. 5. Muss der Arbeitgeber eine Abfindung zahlen? Grunds\u00e4tzlich besteht kein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung bei einer krankheitsbedingten K\u00fcndigung. Allerdings kann es in folgenden F\u00e4llen zu einer Abfindungszahlung kommen: Der Arbeitgeber bietet eine Abfindung an, um eine K\u00fcndigungsschutzklage zu vermeiden. Das Arbeitsgericht spricht eine Abfindung zu, wenn es die K\u00fcndigung zwar f\u00fcr unwirksam h\u00e4lt, aber eine Weiterbesch\u00e4ftigung f\u00fcr den Arbeitgeber unzumutbar w\u00e4re. Ein Sozialplan oder Tarifvertrag sieht eine Abfindung vor. 6. Was kann der Arbeitnehmer gegen die K\u00fcndigung tun? Hat ein Arbeitnehmer eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung erhalten, sollte er umgehend handeln: K\u00fcndigungsschutzklage einreichen: Innerhalb von drei Wochen nach Zugang der K\u00fcndigung kann beim Arbeitsgericht eine K\u00fcndigungsschutzklage erhoben werden. Betriebsrat konsultieren: Falls es einen Betriebsrat gibt, sollte dieser angeh\u00f6rt worden sein. Wurde er nicht korrekt beteiligt, kann die K\u00fcndigung unwirksam sein. Medizinische Gutachten vorlegen: Wenn eine baldige Genesung zu erwarten ist, kann ein \u00e4rztliches Attest helfen, die negative Gesundheitsprognose zu widerlegen. \u00a0 Wichtig: Eine K\u00fcndigungsschutzklage kann sich lohnen, da viele krankheitsbedingte K\u00fcndigungen vor Gericht keinen Bestand haben. \u00a0 Fazit: Ist eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung rechtens? Die krankheitsbedingte K\u00fcndigung ist nur unter strengen Voraussetzungen zul\u00e4ssig. Arbeitgeber m\u00fcssen eine negative Gesundheitsprognose nachweisen, eine erhebliche betriebliche Beeintr\u00e4chtigung darlegen und eine umfassende Interessenabw\u00e4gung durchf\u00fchren. Arbeitnehmer sollten sich gegen eine K\u00fcndigung wehren, wenn sie glauben, dass die Voraussetzungen nicht erf\u00fcllt sind. Wenn Sie eine K\u00fcndigung erhalten haben oder sich unsicher sind, ob Ihre Krankheit zum Risiko f\u00fcr Ihr Arbeitsverh\u00e4ltnis wird, lassen Sie sich beraten. Unsere Kanzlei unterst\u00fctzt Sie an unseren Standorten in Sulingen, Bremen, Osnabr\u00fcck oder Online. \u00a0 FAQs zur krankheitsbedingten K\u00fcndigung 1. Kann ich w\u00e4hrend einer Krankheit gek\u00fcndigt werden? Ja, eine K\u00fcndigung w\u00e4hrend einer Krankheit ist grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich. Entscheidend ist nicht der Zeitpunkt der"}